UnternehmenBeitragsbild Wie schafft man es Mitarbeiter zu gewinnen und Fachkräfte zu sichern?

Wie schafft man es Mitarbeiter zu gewinnen und Fachkräfte zu sichern?

Wie schaffe ich es junge Menschen für die eigene Firma zu begeistern und zu binden? Der Kampf um junge Talente ist im vollem Gange. In Zukunft wird der Fachkräftemangel bei Unternehmen besonders im ländlichen Raum verschärft sein.

Trends

Aktuelle Trends wie der demographische Wandel, der zeigt, dass immer mehr alte Menschen im Vergleich zu jungen Menschen in Deutschland leben, verschärfen den Fachkräftemangel.

Viele Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass die Jugend einen Wertewandel zur Arbeit durchlaufen hat. Dabei hat sie eine andere Haltung zur Arbeit, wie sie bisher noch üblich ist.

Internetplattformen, wie kununu.com, schaffen eine Markttransparenz, die es möglich macht sämtliche Firmen zu vergleichen. Damit wurde eine Machtverschiebung bewirkt, die nicht mehr zu gunsten der Firmen ausgelegt ist.

Diese Entwicklung ist die Realität und man muss sich ihr stellen! Experten gehen davon aus, dass bis 2030 fünf Millionen Arbeitskräfte fehlen werden. Eine weitere Konsequenz dadurch ist, dass durch den Fachkräftemangel volkswirtschaftlich betrachtet 500 Milliarden € weniger Einnahmen erwirtschaftet werden. Diese Tatsache sorgt für eine völlig neue Wettbewerbssituation.

Was ist Mitarbeitern an der Arbeit wichtig?

Besonders wichtig ist jungen Menschen das Arbeitsklima. Die Atmosphäre im Team muss passen und steht an oberster Stelle. Des Weiteren soll der ausgeübte Beruf gut mit dem eigenen Leben vereinbar sein. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten oder die Vereinbarkeit von Sozialleben und Beruf.

Auf Platz drei stehen die Werte des Unternehmen. Junge Menschen müssen sich mit dem Produkt oder der Tätigkeit identifizieren können. Die angestrebten Ziele und die Ausrichtung der Firma spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Erst auf Platz vier taucht die Vergütung auf. Das Gehalt ist den jungen Erwachsenen nicht egal, sie verbinden es mit Wertschätzung.

Wenn man die häufigsten Kündigungsgründe untersucht, so werden unbezahlte Überstunden, falsches Klima und damit verbunden Stress und kein konstruktives Feedback als Gründe genannt. Wenn diese Faktoren auf jungen Menschen einwirken, so sind diese noch eher bereit ihren Arbeitgeber zu wechseln. Die Bereitschaft liegt hierbei im Schnitt fast bei 50%, dass bei gegensätzlichen Wertvorstellungen eine Kündigung eingereicht wird.

Wie muss ich vorgehen, um (junge) Mitarbeiter zu finden und zu halten?

Bauen Sie ihr Employer Branding auf. Es ist mühevoll ein gutes Image aufzubauen, doch wenn Sie es geschafft haben können Sie davon lange profitieren. Regionale Aktivitäten Sponsoring und Kooperationen schaffen Vertrauen in der Region.

Der Prozess beginnt bereits im Personalauswahlverfahren. In den Bewerbungsgesprächen muss dem Bewerber etwas zurückgegeben werden. Wenn dieser nicht zum Unternehmen passt, muss ihm auf transparente Weise mitgeteilt werden, warum er nicht genommen wurde. Dieses Feedback zeugt von gegenseitiger Wertschätzung.

Wo und wie der Mitarbeiter arbeitet, sollte möglichst flexibel sein. Flexibilität bei Zeit und Ort spielen eine immer wichtiger Rolle. Dabei ist es wichtig den Mitarbeitern zu vertrauen und nicht zu kontrollieren. Die Fehlerkultur muss deeskalierend gestaltet sein.

Junge Menschen akzeptieren Autoritäten nicht mehr. Diese Tatsache bewirkt ein Wandel im Führungsstil. Empirisch belegt ist dabei, dass die Transformationale Führung bei jungen Erwachsenen auf Erfolg stößt. “Wir wollen nicht gekauft werden” ist dabei der Grundsatz, der jungen Generation.

Fördern Sie ihr Personal individuell nach den eigenen Kompetenzen, Potenzialen und Motivationen. Talente sollten die Möglichkeit haben sich tiefreichend zu informieren und Zugang zu strategischen Informationen bekommen. Die Förderung sollte dabei nicht nur durch die Führungskraft, sondern auch durch das Personal geschehen. Das Talent wird am besten durch Forderung gefördert. Stellen Sie Herausforderungen, bei denen es sich beweisen kann. Feedback kann dabei nicht genug gegeben werden. Instant Feedback ist wichtiger als 4-wöchentliches gesamt Feedback.

Was sind konkrete Praxistipps?

Investieren Sie in ihre Personalauswahl und Talententwicklung. Zusätzlich notwendig sind regelmäßige Reflexionsgespräche mit den Kernfragen, “Was habe ich gelernt?”, “Was habe ich gut gemacht?” und “Was hat nicht geklappt?”. Zusatzangebote an Azubis und junge Talente wie Coachings oder Sozialpädagogen steigern die Produktivität.

Die Entwicklung von guten Führungskräften, die sich dadurch auszeichnen, dass sie menschlich, fair und emphatisch sind, ist ebenfalls wichtig. Instant Feedback in jeglicher Form steigert das Selbstbewusstsein und die Leistung.

Dieser Beitrag basiert auf einem Vortrag von Michael Kühner und wurde als Blogpost zusammengefasst.

Über die Autoren
Autor Michael Kühner

Michael Kühner

Michael Kühner ist Geschäftsführer bei Strametz & Associates. Er gehört zu den führenden Anbietern von Lösungen für die Personal- und Organisationsentwicklung in Deutschland. Er berät Mittelständler als auch internationale Großkonzerne.

Autor Jan Herold Müller

Jan Herold Müller

Als Intern Manager kennt Jan die junge Zielgruppe und befindet sich im ständigen Austausch mit Unternehmen. Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie ihm eine E-Mail oder klingeln Sie kurz durch.

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