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Wie läuft das perfekte Praktikum ab?

Ein Praktikum ist eine sehr gute Möglichkeit für Betriebe junge Menschen für ihre Firma zu begeistern und Nachwuchskräfte zu gewinnen. Das sollten Sie beachten, damit alles reibungslos abläuft und der Praktikant als zukünftiger Mitarbeiter gewonnen werden kann.

So sollte es nicht laufen.

Philipp steht am Montag um 8 Uhr vor dem Betrieb und möchte sein Praktikum anfangen. Als er jedoch nach dem Betreuer fragt, weiß dieser von keinem Praktikanten. Wie kann ein solches Missverständnis unterbunden werden?

Entscheidend für ein erfolgreiches Praktikum für beide Parteien ist ein Praktikumsplan. Dabei sollte ein Unternehmen sich frühzeitig Gedanken zur Gestaltung und Umsetzung des Praktikums machen.

Vorbereitung

Um den Nutzen des Praktikums zu erhöhen, sollte das Alter, die Schulform, der Zeitraum und die Zielsetzung des Praktikanten berücksichtigt werden. Ein kurzes Schulpraktikum gewährt einen Einblick in die Arbeitswelt und ein längeres freiwilliges Praktikum ermöglicht eine gezieltere Einbindung. Bei der Aufnahme von Praktikanten sollte frühzeitig geklärt werden:

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für das Praktikum?
  • Wer steht als fester Ansprechpartner für den Praktikant zu Verfügung?
  • Wo kann der Praktikant eingesetzt werden?
  • Welche Aufgaben kann er übernehmen oder bei welche Abläufe schaut er zu?
  • Welche Lernmethoden oder Lernziele sollern erreicht werden?

Diese Informationen sollten in einem Praktikumsplan festgehalten werden. Diese Vorgehen erleichtert die Durchführung des Praktikums und verhindert Leerlaufzeiten. Es ist sinnvoll den Praktikanten in die Ausgestaltung des Plan mit einzubeziehen.

Durchführung

Am ersten Tag sollte sich genug Zeit für den Praktikanten genommen werden. Ein offenes und freundliches Begrüßen erleichtert das Eingewöhnen.

Der Ansprechpartner sollte dem Praktikanten alle Kollegen vorstellen, die relevanten Arbeits- und Sozialräume zeigen und ihn mit den erforderlichen Arbeitsmitteln ausstatten. In einem Einführungsgespräch können Wünsche, Erwartungen, Verhaltensregeln, Rechte und Pflichten beider Seiten besprochen werden.

Während des Praktikums sollte man auf pädagogische Arbeitsweisen achten. Es ist wichtig die Aufgabe zu erklären und die Relevanz der Tätigkeit zu erläutern. Des Weiteren ist es wichtig das alle Arbeitsmittel bereit stehen.

Anschließend sollten die Arbeitsschritte gezeigt werden, damit er diese danach selbst ausprobieren kann. Um die Motivation zu fördern sollten die Aufgaben weder über- noch unterfordern und Lob sowie konstruktive Kritik geäußert werden.

Eine Checkliste für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung verhindert, dass etwas vergessen wird.

Nachbereitung

Zum Ende des Praktikums sollte ein ausführliches Auswertungsgespräch über den Gesamtverlauf des Praktikums zwischen Betreuer und Praktikant stattfinden. Im Gespräch werden offene Fragen geklärt, Selbstwahrnehmungen und Fremdwahrnehmungen ausgetauscht, sowie den Lernprozess und Anregungen für Berufswege besprochen.

Rückmeldung zum Engagement, der Leistung und das Auftreten genauso wie Stärken und Schwächen sind wichtiger Bestandteil in diesem Gespräch. Diese Ergebnisse sollten in einem schriftlichen Nachweis dem Praktikant zugesendet werden.

Eine gegenseitige Rückmeldung zum Praktikum selbst ermöglicht eine Verbesserung nächsten Praktika. Daher ist es von Vorteil den Praktikanten auch auf schriftliche Weise nach Verbesserungsvorschlägen zu fragen. Umfangreiche Leitfäden zum Thema Praktika finden sie auch im Netz.

Über den Autoren
Autor Jan Herold Müller

Jan Herold Müller

Als Intern Manager kennt Jan die junge Zielgruppe und befindet sich im ständigen Austausch mit Unternehmen. Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie ihm eine E-Mail oder klingeln Sie kurz durch.

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